„Wichtig ist, dass man nicht aufhört zu fragen.“
... mit diesen Worten soll Albert Einstein einen jungen Studenten 1955 ermutigt haben, stets unabhängig und kritisch zu denken und nie die Freude am Entdecken und Erforschen zu verlieren. Im Sinne dieses Gedankens wurden die Jenaer Denkanstöße ins Leben gerufen.
Unser Leben wird bestimmt von dem, was wir durch unsere Sinne wahrnehmen. über Laute in den ersten Lebensmonaten und wenig später auch mit Worten kann der Mensch seine Bedürfnisse und Gefühle ausdrücken. Unsere Sinne sind dabei unsere Verbindung zur und dienen der Kommunikation mit der Umwelt. über komplexe elektrophysiologische und biochemische Prozesse werden diese Funktionen gesteuert. Doch was ist, wenn ein oder sogar mehrere Sinne fehlen? Ist ein Leben ohne Sinne sinn-los? Wie kann man sich damit arrangieren?
Wiederum lassen sich unsere Sinne auch täuschen. Sowohl optischen als auch akustischen Manipulationen begegnen wir ständig in unserem Alltag - nur eben unbewusst; sei es in der Werbung, beim Einkaufen oder zum Beispiel durch Filmmusik.
Unsere Sinne beeinflussen auch unser Verhältnis zu dem, was wir Realität nennen. Aber ist die Sinnenwelt schon die ganze Welt? Das Nachdenken über Wahrnehmung und Wirklichkeit hat die Menschen über Jahrhunderte beschäftigt. Inzwischen arbeitet die moderne Forschung mit behavioristischen und konstruktivistischen Paradigmen. Aber wie modern ist dieses moderne Verständnis eigentlich? Ein Blick in die Geschichte des Nachdenkens über unsere Sinne könnte eine überraschende Antwort geben.
Diese und ähnliche Fragen sollen bei den diesjährigen Jenaer Denkanstößen am 14. November betrachtet werden.



